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Biomedizin/Gentechnik
 


Stationen der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts

Weniger Gene als bislang vermutet

Genforscher haben im Februar 2001 in Berlin zeitgleich mit Wissenschaftlern in Washington und anderen Städten der Welt ihre neuesten Ergebnisse zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms vorgestellt. Danach hat der Mensch viel weniger Gene als bisher vermutet, nämlich 300 weniger als die Maus oder lediglich doppelt so viele wie Fruchtfliegen und Würmer. Die Katholische Nachrichten-Agentur dokumentiert die bislang wichtigsten Stationen der Erbgutforschung.


 
1953  

James D. Watson und Francis F. Crick ermitteln die Doppelhelix-Struktur der DNA.

 

 
1961  

Das erste Wort des genetischen Codes wird entschlüsselt: Drei Basenpaare spezifizieren eine Aminosäure.

 

 
1973  

Geburtsstunde der Gentechnik. Zwei US-Forschern gelingt der Nachweis, dass zerschnittene und neu kombinierte DNA in einer lebenden Zelle aktiv wird.

 

 
1982  

Der erste gentechnisch produzierte Wirkstoff, Insulin, kommt auf den Markt.

 

 
1988  

In den USA wird die Human Genome Organisation (HUGO) gegründet, die heute mehrere hundert Mitglieder in zahlreichen Ländern hat.

 

 
1990  

Mit einem Fördervolumen von drei Milliarden Dollar und einer Laufzeit von 15 Jahren wird das Human Genome Project zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts in den USA gestartet.

 

 
1995  

Das deutsche Humangenom-Projekt beginnt.

 

 
1999  

Das erste menschliche Chromosom wird im November entschlüsselt.

 

 
Mai 2000  

Das zweite menschliche Chromosom wird entschlüsselt.

 

 
Juni 2000  

Das internationale Humangenom-Projekt und die private US-Firma Celera Genomics geben bekannt, sie hätten große Teile des menschlichen Genoms entschlüsselt.

© 2001 KNA

 
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