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Forschung
und Pharma-Industrie haben großen Interesse
an der Einrichtung solcher Biobanken, weil mit ihrer Hilfe
neue diagnostische und therapeutische Methoden entwickelt
werden können. Insbesondere die Gewinnung genetischer
Daten von Individuen oder ganzer Bevölkerungsgruppen
sowie die Erforschung der Zusammenhänge zwischen genetischer
Disposition, Lebensweise und Krankheitsanfälligkeit
werden angestrebt.
Allerdings gibt es aus Sicht der Patienten erhebliche
ethische und datenschutzrechtliche Fragen. Konflikte entstehen
vor allem durch die unterschiedlichen Interessen von Patienten,
Forschern und der Pharmaindustrie sowie durch die nicht
geklärte Frage, als
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wessen
Eigentum diese Materialien und Daten betrachtet werden. Problematisch sind beispielsweise
die Zustimmung bei der möglichen Weiterverwendung
von gesammelten Körpermaterialien zu weiter gehenden
Forschungszwecken, der Schutz von Angehörigen, das
Recht auf Nichtwissen und eine mögliche finanzielle
Beteiligung von Spendern an medizinischen Entwicklungen.
In Island existiert bereits eine zentrale Biobank, Estland
und Großbritannien bereiten die Einrichtung vor.
Bei dem Genomprojekt in Estland werden Genproben von
einer Million Freiwilligen der 1,4 Millionen Einwohner
des Landes untersucht.
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